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in Kooperation mit:ECDABBH

Das Hochspannungskabelkartell – Betroffene haben gute Chancen auf Schadenersatz

Die Verlegung von Erd- oder Unterwasserhochspannungskabeln ist eine teure Angelegenheit. Das wissen die Betreiber von Windkraftanlagen ebenso wie Industrieunternehmen, städtische Energieversorger oder Häfen und Flughäfen. Umso ärgerlicher, wenn die Preise dafür durch Kartellabsprachen künstlich nach oben getrieben werden. 

Genau das war in den Jahren von 1999 bis 2009 aber der Fall. Die beteiligten Kartellanten wurden deshalb von der Europäischen Kommission mit einer Geldbuße in Höhe von insgesamt 302 Millionen Euro belegt. Die Entscheidung ist mittlerweile vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitgehend bestätigt, die eingelegten Rechtsmittelverfahren sind abgeschlossen. Damit ist die Kommissionsentscheidung für die Zivilgerichte bindend.

Den vom Kartell geschädigten Unternehmen, und das dürften fast alle sein, die in dem genannten Zeitraum solche Kabel bezogen haben, bringt diese Entscheidungen allerdings zunächst herzlich wenig. Um Schadensersatz zu bekommen, muss dieser aktiv eingeklagt werden. Es existiert kein Automatismus. Die Erfolgschancen solcher Klagen stehen aufgrund der Kommissionsentscheidung aber ausgesprochen gut. Nicht einmal ein finanzielles Risiko müssten Betroffene, zu denen auch Insolvenzverwalter etwa von Windparkanlagen gehören, dabei eingehen, da die FORIS AG als Prozessfinanzierer die Kosten in vielen Fällen komplett übernimmt.

Was jetzt zu tun ist:

1.   Prüfung, ob man vom Hochspannungskabelkartell betroffen ist, d.h. ob man zwischen 1999 und 2009 Hochspannungskabel von einem Kartellbeteiligten erworben hat

2.         erste Schätzung der individuellen Schadenshöhe

3.         Einbindung des Prozessfinanzierers

4.         Klageeinreichung

Dr. Edgar Stieglitz
Dr. Edgar Stieglitz