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Quartobleche-Kartelle //

Überblick

Das BKartA hat wegen kartellrechtwidriger Absprachen Geldbußen in Höhe von rund 646 Mio. Euro gegen die Beteiligten des sog. Quartobleche-Kartells (auch: Flachstahl-Kartell) verhängt. Die vier beteiligten Unternehmen haben sich nach den Feststellungen des BKartA im Zeitraum von Mitte 2002 bis Juni 2016 über bestimmte Aufpreise und Zuschläge für Quartobleche in Deutschland ausgetauscht und verständigt.

Quartobleche sind warm gewalzte Stahl-Flacherzeugnisse. Sie kommen insbesondere in den Bereichen Stahl- und Brückenbau, Hochbau, Schiffsbau, Kessel- bzw. Druckbehälterbau, allgemeiner Maschinenbau, sowie zum Bau von Windtürmen und Pipelines und in der Offshore-Industrie zum Einsatz.

Die Dillinger Hüttenwerke AG wurde in Anwendung der Bonusregelung nicht bebußt. Die Bußgeldbescheide sind rechtskräftig.  

Link zum Fallbericht: https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Entscheidung/DE/Fallberichte/Kartellverbot/2020/B12-25-16.pdf?__blob=publicationFile&v=4.

Eckpunkte

Betroffene

  • Erwerber von Quartoblechen

Kartellgegenstand         

  • Quartobleche
  • Ausgenommen: RSH-Stähle, Werkzeug- und Vergütungsstähle, Stähle für Offshore-Konstruktionen nach DIN-EN 10225, Walzplattierte Quartobleche

Kartellanten

  • Ilsenburger Grobblech GmbH, die thyssenkrupp Steel Europe AG und die voestalpine Grobblech GmbH, Dillinger Hüttenwerke AG (Kronzeugenregelung)

Kartellzeitraum

  • Mitte 2002 bis Juni 2016

Räumliche Ausdehnung

  • Deutschland

Quartobleche-Kartelle - Neuigkeiten

Im Moment gibt es keine Neuigkeiten zu diesem Kartell.

Bußgeldhöhe

  • 646 Mio. Euro

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Dr. Edgar Stieglitz
Dr. Edgar Stieglitz
Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt)
Dr. Edgar Stieglitz
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